Nachholspiel: SV Liel/NE – SV Istein, 3:2
Tore: 2x Mirco Brkic, Fabian Zimmermann
Den deutlich besseren Start erwischten die Hausherren. Es waren kaum fünf Minuten gespielt, als es zum ersten Mal klingelte: Mirco Brkic stand beim Zuspiel goldrichtig und ließ SVI-Schlussmann Sebastian Neumärkel beim Schuss ins lange Eck keine Chance. Istein ließ sich durch den frühen Gegentreffer nicht beeindrucken und konnte bereits fünf Minuten später zum 1:1 ausgleichen, als sich die gesamte Lieler Mannschaft im kollektiven Schlaf befand. Liel drängte danach zwar durch Chancen von Mirco Brkic und Fabian Zimmermann auf den erneuten Führungstreffer, allerdings wirkte die Lieler Defensive nicht sonderlich souverän. Nach einer guten halben Stunde fiel schließlich das 1:2, als der Ball nach einem Freistoß nicht entscheidend aus der Gefahrenzone geschlagen werden konnte. Bis zur Halbzeit verlor die Begegnung an Spielkultur, unkontrollierte Befreiungsschläge und Fouls prägten das Spiel.
In den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit war die Partie ausgeglichen, bis erneut Mirco Brkic zuschlug. Nach Hereingabe von Fabian Zimmermann verpasste zunächst der gut postierte Alexander Hurst, doch Brkic stand genau da, wo ein Torjäger stehen muss und schob ein zum verdienten 2:2-Ausgleichstreffer. Es agierte nur noch Liel/NE, dabei brachte Brkic Istein ein ums andere Mal in Bedrängnis. Schließlich war es Fabian Zimmermann, der die Erlösung brachte und den 3:2-Siegtreffer erzielte. Die Schlussoffensive der Gäste brachte nichts Brauchbares mehr zustande. Istein konnte sich kurz vor Ablauf der 90 Minuten bei seinem Keeper sogar bedanken, der das 4:2 nach einem von Oliver Imgraben getretenen Freistoß mit einer Glanzparade noch abwenden konnte.
22. Spieltag: SV Liel/NE – VfR Bad Bellingen, 0:0
Tore: Fehlanzeige
Unglücklich, vielleicht etwas leichtfertig, hat die Erste zwei Punkte gegen den VfR Bad Bellingen verschenkt. Dabei war Liel/NE die bessere und spielstärkere Mannschaft. Bereits nach 12 Minuten hatte Robin Meyer bei einem Handelfmeter die große Chance zur Führung, allerdings hatte der gegnerische Torwart Patrick Büchin wenig Mühe den schwach geschossen Elfmeter zu parieren. Weitere gute Chancen wurde nicht entscheidend genutzt oder man scheiterte an dem guten Torwart der Gäste. Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, wird man normalerweise bestraft - doch die Offensive der Bad Bellinger wusste an diesem Nachmittag mit den wenigen Kontermöglichkeiten nichts anzufangen.
Unterm Strich hat der VfR einen Punkt gewonnen und Liel/NE zwei verloren.
21. Spieltag: SV Liel/NE – FC Bosporus Weil, 3:0
Tore: 2x Robin Meyer, Stefan Graser
Zuhause feierte die Erste einen souveränen, jedoch unspektakulären, 3:0-Sieg gegen den Tabellennachbarn FC Bosporus Weil. Es war ein wichtiger Sieg, mit dem der Vorsprung nach unten in der Tabelle ausgebaut werden konnte.
Von der ersten Minute an gab der SV Liel-Niedereggenen die Marschrichtung an. Bereits nach fünf Minuten zirkelte Robin Meyer einen hart getretenen Freistoß ins rechte obere Eck, Torwart Alexander Degraf musste sich mächtig strecken, um den Ball abwehren zu können. Danach verflachte das Spiel jedoch zusehends, Torchancen durch Alex Hurst, Stefan Graser und Mirco Brkic waren eher zufällig als herausgespielt. Insgesamt waren die Hausherren feldüberlegend und, gemessen am Chancenverhältnis, im Vorteil, wusste damit allerdings gegen eine blasse Weiler Mannschaft nicht viel anzufangen. Halbzeitstand 0:0.
Die Grün-Weißen spielten im zweiten Durchgang unbeirrt weiter. Die Stärke bei Standardsituationen wurde beim verdienten 1:0-Führungstreffer deutlich, als Graser nach einem Eckball freistehend und unbedrängt einköpfen konnte. Heute sollten die drei Punkte in Liel bleiben. Weitere Chancen gab es durch Fabian Zimmermann, der zwar den Torwart, nicht aber den mitgelaufenen Abwehrspieler überwinden konnte, wie auch durch Hurst, dessen Tor zurückgepfiffen wurde. Die Weiler Hintermannschaft geriet immer wieder unter Druck. Ein verunglückter Rückpass konnte der Gästekeeper nur noch mit der Hand stoppen, woraufhin Schiedsrichter Dieter Grethler sich gezwungen sah, auf indirekten Freistoß auf der Torraumlinie zu entscheiden. Geschenke werden in Liel gerne angenommen: Meyer nagelte den Ball wuchtig unter die Latte zum 2:0. Kurz vor Abpfiff setzte erneut Meyer den Schlusspunkt, der nach überragender Vorarbeit von Zimmermann die Kugel nur noch über die Linie schieben musste.
20. Spieltag: SV Weil II - SV Liel/NE, 3:2
Tore: Daniel Oswald, Alexander Hurst
Im Match gegen den Spitzenreiter in Weil sollte die kleine Serie fortgesetzt werden, doch hatte man am Ende unglücklich das Nachsehen.
Die Partie begann flott, wobei die Lieler zunächst versuchten die kompakte Abwehr zusammenzuhalten und die Weiler Offensivreihe nicht ins Spiel kommen zu lassen. Nach einer Standardsituation in Form eines Eckballs konnte die Erste sogar in Führung gehen. Nach geschickt getretenem Ball auf den kurzen Pfosten durch C. Sprich nutzt der Routinier D. Oswald die Abstimmungsprobleme der Weiler gnadenlos aus und schob zur Führung aus 3 Metern ein. Als klassischer Strafraumspieler vollstreckt Oswald in letzter Zeit häufig aus kurzer Distanz.
Ebenfalls durch einen Eckball glich der Gegner aus. Der Ball konnte nicht aus dem 16er befreit werden und der vorgerückte Abwehrspieler versenkte per Grätschball den freiliegenden Ball am Fünfereck. Mit diesem Zwischenstand ging‘s in die Halbzeit. Die Lieler brannten nicht gerade ein Offensivfeuerwerk ab, doch hatte man die Weiler Reserve jederzeit im Griff und ließ keine Torchancen zu.
Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Die Mittelfeldschlacht setzte sich fort. Nach Querpass von R. Meyer setzte sich A- Hurst gekonnt gegen einen Gegenspieler durch und verwandelte eiskalt zur erneuten Führung. Lange Zeit schien sich eine Überraschung anzudeuten.
Nach einem Foul von R. Meyer im Mittelfeld sprang dessen Gegenspieler völlig geistesabwesend auf und packte ihn am Hals. Nach mehreren Schüttelbewegungen ließ er wieder vom Gegner ab. Der in unmittelbarer Nähe stehende und freie Sicht habende Unparteiische bewertete diese Szene völlig falsch und zeigte beiden Spieler die gelbe Karte. Von diesem Zeitpunkt an hätte Weil in Unzahl weiterspielen müssen. Doch wie es im Fußball eben ist, machte dieser Spieler noch in den Schlussminuten 2 Tore (darunter ein Foulelfmeter) und drehte das Spiel.
So grausam kann Fußball sein. Das erlebte nicht nur der SV Liel an diesem Wochenende. Die Punkteteilung wäre mit Sicherheit verdient gewesen.
19. Spieltag: SV Liel/NE - TuS Kleines Wiesental, 4:4
Tore: Stefan Graser, Robin Meyer, Daniel Oswald, Fabian Zimmermann
Mit dem gestrigen Gast kam ein Aufstiegsaspirant in die Sprudelstadt und somit waren die Lieler gut beraten nach dem schönen Derby-Sieg wieder zu Besinnung zu kommen. Mit den Wiesentälern kam ein anderes Kaliber.
Bei strahlendem Sonnenschein begann die Partie mit einem leichten Abtasten. Zwingende Torchancen waren in den Anfangsminuten nicht zu bestaunen. Das intensive Match nahm jedoch mehr und mehr Fahrt auf. Nach einem Eckball stieg ein Wiesentäler am höchsten und netzte aus kurzer Distanz ein. Gegen den Rückstand nach 20 Minuten wehrten sich die Lieler mit Kampf und guten Einstellung. Keine 10 Minuten später traf Stefan Graser mit einem wuchtigen Freistoß nur die Latte. Fabian Zimmermann machte es eine Minute später besser und glich nach einem abgewehrten Eckball das Spiel zum 1:1 wieder aus. Noch vor der Halbzeit ging Wiesental erneut in Führung: Bei einem Steilpass wurde nicht mit letzter Konsequenz verteidigt und der Stürmer konnte ohne Not und souverän am heraus eilenden Schlussmann Felix Fante vorbei schieben. Oliver Imgraben wollte in letzter Not retten, grätschte das Leder jedoch ins eigene Tor. Mit diesem Rückstand ging’s in die Pause.
Kurz nach dem Wiederanpfiff spielte Imgraben mit überlegtem Pass F. Zimmermann kurz und halblinks vor dem Tor frei. Dieser konnte die Pille allerdings nicht im Tor unterbringen. Und so kam es wie es meistens kommt: Nach Steilvorlage auf den roten Stürmer in abseitsverdächtiger Position, kreuzte dieser erneut allein vor unserem Schlussmann auf. Wieder entschied der Wiesentäler das Duell für sich und besorgte das 1:3. Die Einstellung und der Kampfgeist der Lieler, angetrieben durch Mittelfeldmotor Robin Meyer, war jedoch völlig unbeeindruckt und so war es nicht verwunderlich, dass der Anschlusstreffer gelang. Nach Flanke auf den eingewechselten Eric Börnert wurde dessen Abschluss noch abgeblockt. Auch weitere Versuche diesen Angriff noch in Zählbares umzumünzen blieben zunächst vergebens, bis Meyer den immer noch im 16er umher hüpfenden Ball per grätschendem Pressschlag im Tor unterbrachte. Der Anschlusstreffer gab erneut Auftrieb. Doch leider war unsre Abwehr kurze Zeit nicht im Bilde, als ein langer Einwurf am Fünfereck fast vollkommen unbedrängt per Kopf im Lieler Kasten untergebracht wurde. Erneut dieser Schlag ins Genick. Diese erneute Zweitoreführung schien die Entscheidung gewesen zu sein – schien. Da hatte aber der Gast die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Moral der Heimmannschaft war an diesem Tag unübertroffen. Zehn Minuten vor dem Ende köpfte der vorgerückte Jürgen Zimmermann einen von Meyer getretenen Freistoß am Torwart vorbei aufs Tor. Da die Rollbahn dieses Balles allerdings nicht genau vorhersehbar war, nahm sich Daniel Oswald ein Herz und überwand mit einem gekonnten Außenristschlag die Torlinie aus gefühlten 20 Zentimetern. Nun hatte Liel Aufwind. Nachdem aufgrund einer Undiszipliniertheit ein Wiesentäler vorzeitig das Feld verlassen musste, war die Feldüberlegenheit klar erkennbar. Zwei Minuten vor Schluss gab es erneut eine Standardsituation – fertig machen zum jubeln. Der eingewechselte Chris Sprich stupste den Ball überlegt auf den am 16er-Eck angebotenen F. Zimmermann. Dieser nahm zwei Gegenspieler auf sich und sah den freistehenden Graser vor dem Tor. Die Flanke war maßgenau und der Abschluss eines abgezockten Oldies würdig. Der Ausgleich war perfekt.
Mit langen Gesichtern verließen die Gäste das Feld. Die Moral der Heimmannschaft ist hervorzuheben. Nach zweimaligem Zweitorerückstand das Spiel am Ende mit einem Punkt zu beenden ist aller Ehren wert. Für die Zuschauer ein gelungener Sonntagsausflug und für die Mannschaft ein moralischer Sieg.
18. Spieltag: SF Schliengen - SV Liel-NE, 0:3
Tore: Jürgen Zimmermann, Fabian Zimmermann, Alex Hurst
Mit der notwendigen Anspannung ging die Erste in das richtungsweisende Spiel nach Schliengen. Bisher war die Weste weiß in den Stadtderbys gegen Schliengen und dies sollte sich auch an diesem Tag nicht ändern. In den ersten Spielen der Rückrunde konnten die Lieler noch nicht punkten und so zog der ein oder andere Tabellennachbar, auch aufgrund der mehr gespielten Spiele, bereits an den Grünen vorbei. Gut vorbereitet stellte man sich der Aufgabe auf des Gegners Platz.
Von Anfang an entwickelte sich ein rasantes Spiel. Man merkte deutlich, dass es kein Spiel wie jedes andere war. Engagiert aber fair wurde um jeden Zentimeter des Hartplatzes gefightet. Zu Beginn war Liel feldüberlegen. Die Schliengener waren zunächst darauf bedacht nicht schnell in Rückstand zu geraten. Vor allem bei Standards waren die Lieler gefährlich. Ein ums andere mal verpasste J. Zimmermann nur knapp den Einschuss per Kopf. Die grüne Abwehr dagegen Stand sicher und kompakt. Nach 25 Minuten war es dann soweit. Nicht überraschend nach einem ruhenden Ball köpfte J. Zimmermann aufs Tor. Den abgeblockten Ball schweißte er per Fuß überlegt ins obere linke Eck. Die verdiente Führung war hergestellt und der Lieler Anhang konnte durchatmen. Die Schliengener ließen jedoch nicht nach und erkämpften sich mehr und mehr ins Spiel zurück. Vor allem die Lufthohheit im Mittelfeld und der Einsatz gegen den zweiten Ball brachte die Heimmanschaft optisch zurück auf Augenhöhe. Nach einem abgewehrten Angriff zog A. Schöpflin aus 20 Metern ab und traf die Latte. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich eher ungünstig gewesen und so schossen wir lieber noch ein zweites. Nach einem langen Ball von S. Graser in die Schnittstelle der Abwehr zog F. Zimmermann seinem Bewacher davon. Im Strafraum angekommen brachte ihn dieser Gegenspieler zu Fall. Im Fallen brachte Zimmermann den Ball aber noch irgendwie in Richtung Tor. Niemand rechnete in dieser Szene mit einem Tor. Der Torhüter scheinbar auch nicht. Der mittig geschossene halb hohe und langsame Ball rutschte dem Keeper durch und sorgte für die Zweitoreführung. Die Entscheidung für oder gegen einen Strafstoß wurde dem Schiedsrichter somit abgenommen. Nach unbändigem Jubel rief der Referee fünf Minuten später zum Pausentee.
Erfrischt und gestärkt kamen die Mannschaften aus der Kabine. Den besseren Start erwischten erneut die Lieler. Nach schönem Alleingang über die rechte Seite legte Mi. Brkic überlegt auf A. Hurst ab, der nur noch einschieben musste. Somit war die Partie nach 50 Minuten entschieden. Die Schliengener konnten das Ruder nicht mehr herumreißen und ließen in der zweiten Halbzeit jede Gefährlichkeit vermissen. Nicht zuletzt war dies auch der gut organisierten Abwehrreihe der Lieler geschuldet. Dort war an diesem Tag kein Durchkommen. Der Sieg hätte höher ausfallen können, doch wurden die Angriffe in der letzten halben Stunde nicht mit voller Konzentration und Konsequenz zu Ende gespielt. Und so plätscherte das Spiel dem Ende und einem nie gefährdeten Sieg entgegen. Die Stimmung war ausgelassen und der Fanblock hochzufrieden. Mit diesem Dreier konnten sich die Lieler wieder von den Abstiegsrängen absetzen und stehen nun mit 21 Zählern und 2 Spielen weniger auf dem neunten Rang. Für Schliengen dagegen wären diese Punkte nötig gewesen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu halten. Da allerdings Brombach, Kandern, Bellingen und Zell an diesem Wochenende ebenfalls nicht punkteten besteht noch die Hoffnung, dass auch in der nächsten Spielzeit dieses packende Derby wieder stattfinden kann. Vielen Dank an alle Anhänger des SV für die tolle Unterstützung.
17. Spieltag: SV Liel-NE - SV Istein, ausgefallen
16. Spieltag: SC 03 Rheinfelden - SV Liel-NE, 1:0
Tore: Fehlanzeige
Am vergangenen Samstag lief unsere Erste beim Tabellenzweiten aus Rheinfelden aus. Um 15.30 ertönte der Anpfiff im Europastadion. Nach anfänglichem Abtasten entwickelte sich ein munteres Spiel, wobei sich beide Mannschaften zunächst auf ihre Defensivaufgaben konzentrierten. Die zuletzt in die Kritik geratene Lieler Abwehr stand sehr gut und ließ kaum eine Torchance des Gegners zu. Einzig in der 33. Minute als die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten und der Heimstürmer nach nicht geahndetem Offensivfoul an Sebastian Meyer plötzlich allein und in guter Schussposition im Strafraum auftauchte. Unsere Neuverpflichtung D. Oswald wusste sich nur noch mit Hilfe eines Fouls zur Wehr zu setzen und so ließ der fällige Elfmeterpfiff nicht lange auf sich warten. Rheinfelden verwandelte souverän. Allerdings hätte dieser Angriff viel eher abgepfiffen werden müssen. Die Grün-Weißen ließen nicht nach und versuchten das Leder ein ums andere Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor zu platzieren. In der 45ten Minute wurde Fabian Zimmermann sehenswert freigespielt, der sofort seinen Zug zum Tor erkennen ließ. Nach starkem Antritt fehlte die Kraft, um auf den freistehenden Yannis Seewald quer zu passen. Vielleicht hätte der Lieler aus dieser guten Position selbst zum Abschluss kommen müssen. Nach dieser vergebenen Chance ertönte der Halbzeitpfiff.
Nach der Halbzeit kam die Heimmannschaft besser aus der Kabine. In den ersten Minuten ließen sie den Ball laufen und bekamen Übergewicht im Spiel. Aufgrund unserer soliden Abwehr konnte Rheinfelden allerdings kein Kapital schlagen. Die Partie drehte sich zunehmend, Liel war am Drücker. Wir erspielten uns mehr und mehr Spielanteile und drückten auf den Ausgleich. Der letzte Ball in die vorderste Offensivreihe blieb allerdings zu häufig in der Rheinfeldener Abwehr hängen. Der Spielaufbau war solide und sicher, doch wurden die entscheidenden Bälle im vordersten Drittel zu leicht verschenkt. Nach Hereingabe von Jan Großklaus nahm Yannis Seewald direkt ab und netzte ein – doch ein Pfiff ertönte, Abseits (Anm. d. Verf.: Im Interview nach dem Spiel gab der Stürmer an im Moment der Ballabgabe hinter dem Ball gestanden zu haben. Das Tor sei somit regelkonform erzielt worden.) Im weiteren Spielverlauf konnten sich beide Mannschaften keine nennenswerten Torchancen mehr herausspielen und es blieb beim 1:0 für Rheinfelden.
Im Ergebnis wäre ein Punkt in jedem Fall verdient gewesen. Von einem Offensivfeuerwerk kann nicht die Rede sein, doch hatte man die Offensive von Rheinfelden jederzeit im Griff und agierte das ganze Spiel auf Augenhöhe. Im Hinblick auf die Vorwoche stimmt dies optimistisch. Nun heißt es Mund abputzen, weiter arbeiten und nächstes Spiel angehen. Ein positiver Trend ist erkennbar.
Nachholspiel: TuS Lörrach-Stetten - SV Liel/NE, 5:0
Tore: Felhlanzeige
13. Spieltag: FV Fahrnau - SV Liel/NE, 3-2
Tore: Yannis Seewald, Eigentor
12. Spieltag: SV Liel/NE - FV Brombach, 3-2
Tore: Yannis Seewald, Alexander Hurst, Robin Meyer
11. Spieltag: RW Lörrach - SV Liel/NE, 2-0
Tore: Fehlanzeige!
10. Spieltag: SV Liel/NE - FC Kandern, 2-0
Tore: Yannis Seewald, Fabian Zimmermann
9. Spieltag: SV Liel/NE - FC Zell, 5-2
Tore: Alexander Hurst, Vincenzo Marra, Yannis Seewald, Fabian Zimmermann, Eigentor
8. Spieltag: VfR Bad Bellingen - SV Liel/NE, 2-1
Tor: Robin Meyer
Mit der dritten Niederlage in Folge setzt sich die Negativserie fort. Mit einem Sieg gegen den VfR hätte der Abstand nach Unten in der Tabelle etwas ausgebaut werden können, stattdessen wird es nun immer brenzliger.
Beide Mannschaften boten ein Spiel auf schlechtem Niveau, gekennzeichnet von vielen langen Bällen und Fehlpässen. Kennzeichnend war das erste Tor nach 20 Minuten. Robin Meyers Schuss aus 18 Metern wäre eigentlich eine sichere Beute für den Bellinger Keeper Patrick Büchin, gewesen. Der Ball setzte wegen eines Platzfehlers aber derart unglücklich auf, dass Büchin das Nachsehen hatte. Vier Minuten später machte Stefan Graser den Bellingern ein Geschenk und köpfte den Ball nach einem Freistoß völlig unbedrängt ins eigene Tornetz. Mit 1:1 ging es dann in die Halbzeitpause.
Im zweiten Spielabschnitt waren es die Hausherren, die das Spiel größtenteils bestimmten. Zwar vereitelte Felix Fante viele Chancen bravourös, hatte jedoch beim 2:1, bei dem sich die komplette Lieler Defensive im kollektiven Schlaf befand, nichts entgegen zu setzen. Selbst mit einem Mann mehr konnte man gegen den VfR nicht mehr viel ausrichten und brachte bis zum Schlusspfiff keinen Torschuss zustande.
7. Spieltag: SV Liel/NE – SV Weil II, 2-8
Tore: Jan Großklaus, Alexander Hurst
Der Tag hätte so schön werden können. In den ersten 30 Minuten zeigte unsere Erste bei herrlichem Herbstwetter eine erstklassige Leistung und führte sogar mit 2-0! Nach 90 Minuten ging die Mannschaft dann allerdings mit einem 2-8 vom Platz…
Was war passiert? In den ersten Minuten waren die Grün-weißen die engagiertere Elf. In der 6. Minute zwang Oliver Imgraben Weils Torwart Kevin Hill zu einer schönen Flugeinlage. Das 1-0 durch Alexander Hurst, der seinen fünften Saisontreffer erzielte, nach guter Vorarbeit von Fabian Zimmermann war alles andere als unverdient. Ab der 20. Minute begannen die Weiler Fußball zu spielen und gelangten immer öfters in die Lieler Platzhälfte. Die Lieler Offensive sorgte allerdings durch Vorstöße für etwas Entlastung. Robin Meyer erkämpfte sich in der 24. Minute einen Eckball, der anschließend zum 2-0 durch einen Kopfball von Jan Großklaus führte. In der 30. Minute hatte Hurst nach erneuter Vorarbeit von Zimmermann sogar das 3-0 am Fuß, ein Weiler Verteidiger konnte aber in letzter Sekunde klären. Warum Liel anschließend sowohl spielerisch als auch läuferisch derart nachließ, ist unerklärlich. In der 37. Minute konnte der SV Weil auf 2-1 verkürzen und mit dem Halbzeitpfiff sogar zum 2-2 ausgleichen.
In der zweiten Halbzeit ging es nahtlos weiter; kurz nach Wiederanpfiff ging Weil mit 3-2 in Führung. Die Moral der Lieler war zerstört, anstatt zu agieren reagierte man nur noch. Der SV Weil konnte schalten und walten, wie er wollte. In der 60. Minute erhöhten die Grenzstädter auf 4-2. Weitere Gegentreffer kassierten die Lieler in der 70., 75., 82. und in der 90. Minute. Zum Glück hatte der Schiedsrichter Mitleid und ließ keine Minute nachspielen.
5. Spieltag: SV Liel-Niedereggenen – SF Schliengen, 3-1
Tore: 3x Alexander Hurst
SV Liel-Niedereggenen gegen SF Schliengen - das Ortsderby ist seit Jahren ein Klassiker und verspricht Spannung pur. Brisant war auch dieses Aufeinandertreffen für die ca. 250 Zuschauern.
Der erste Aufreger ließ nicht lange auf sich warten; in der ersten Spielszene rutschte der Schliengener Jochen Sommerhalter Fabian Zimmermann von hinten in die Beine. Schiedsrichter Ralf Brombacher fackelte nicht lange und verwies den Spieler nach rekordverdächtigen 15 Sekunden mit der roten Karte des Feldes. In der Anfangsphase entwickelte sich ein zähes Fußballspiel; keine der beiden Mannschaften schafften es, das Spiel zu kontrollieren. Am gefährlichsten wurde es lediglich durch Vorstöße über die rechte Seite von Fabian Zimmermann; die größte Chance hatte er in der 29. Minute. Der nächste Aufreger führte zu einer äußerst unschönen Szene: Bei einem Eckball in der 30. Minute wurde Uwe Reichler am Oberkörper getroffen. In der 44. Minute brach er schließlich zusammen und musste eine halbe Stunde am Spielfeldrand von Sanitätern und einem Notarzt behandelt werden. Uwe wünschen wir an dieser Stelle eine gute Genesung, dass er möglichst schnell wieder auf die Beine kommt.
In der zweiten Halbzeit war es weiterhin ein zerfahrenes Spiel. Nach einem Einwurf in der 58. Minute wurde der Schliengener Simon Tröndlin nicht entscheidend gestört, dieser spielte den Ball auf Sebastian Meier, der nur noch den Ball zum 0-1 einschieben musste. Die Erste zeigte sich aber unbeeindruckt. In der 67. Minute profitierte Alexander Hurst von einem eklatanten Fehler in der Schliengener Abwehr und erzielte den Ausgleichstreffer. Dieses Tor war eine Initialzündung für die stärkste Spielphase der Lieler. In der 70. Minute konnte Hurst nach einem langen Pass den Ball am heraus geeilten Torwart zur 2-1 Führung vorbeischieben. Fünf Minuten später krönten die zwei besten Spieler auf dem Platz ihre Leistung: In Zusammenarbeit mit Fabian Zimmermann erzielte Alex Hurst einen lupenreinen Hattrick.
4. Spieltag Kreisliga A: SV Liel/NE - SC 03 Rheinfelden (Nachholtermin), 2-0
Nach der desaströsen Vorstellung in Istein lautete die Devise "Wiedergutmachung". Anfang der Woche wurde Trainer Enzo Marra mit den Worten "die Mannschaft hat keine Einstellung gezeigt" in der Badische Zeitung zitiert.
Gegen den SC 03 Rheinfelden wirkten die Lieler wie ausgewechselt. Von Anfang an war Liel sowohl kämpferisch als auch spielerisch die tonangebende Mannschaft. In der 25. Minute ließ Jan Großklaus bei einer schönen Direktabnahme dem gegnerischen Keeper keine Chance und erzielte das 1:0. Die Erste ließ nicht locker und erarbeitete sich weitere Torchancen. Die wenigen Unsicherheiten in der Hintermannschaft wurden von Torwarttalent Felix Fante ausgebügelt.
In der zweiten Halbzeit machte die Erste weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hat. In der 60. Minute erkämpfte sich Fabian Zimmermann den Ball im gegnerischen Strafraum und machte den Weg frei für Yannis Seewald, der den Ball ins Netz drosch. Die spielerisch unterlegenen Rheinfeldener tauchten zwar gelegentlich vor dem Lieler Tor auf, allerdings war der Sieg nie ernsthaft in Gefahr.
Am Ende ein verdienter Sieg, der das Spiel in Istein vergessen lässt.